Diversity Management

Diversitätsmanagement - Diversity Management

 

Diversitätsmanagement kann als essentieller Bestandteil eines Nachhaltigkeitsmanagementsystems bzw. der CSR-Aktivitäten (Corporate Social Responsibilty) eines Unternehmens gesehen werden.

 

Dabei gilt es die Vielfalt der MitarbeiterInnen und Stakeholder eines Unternehmens zur Sicherung und erfolgreichen Weiterentwicklung nutzen. Diversitätsmanagement ist vor allem in vielen Großbetrieben ein Thema, nicht zuletzt aufgrund gesetzlicher Anforderungen. So verpflichtet, zum Beispiel in Deutschland, das Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (kurz: NaDiVeG) börsennotierten Großunternehmen über Ihre Diversitäts-Aktivitäten öffentlich zu berichten.

 

Doch auch abseits dieser gesetzlichen Anforderungen kann die Beschäftigung mit dem Thema auch für kleinere Unternehmen gewinnbringend sein. Bei einem sinnvoll implementierten und gelebten Diversitätsmanagement ergeben sich aus unserer Erfahrung vor allem die folgenden Vorteile:

 

  • Verhinderung bzw. Vermeidung von Ungleichheiten
  • bewusste Nutzung unterschiedlicher Fähigkeiten von MitarbeiterInnen
  • Verbesserung des Betriebsklimas
  • Erhöhung der Mitarbeitermotivation
  • Erkennen von Marktchancen für Innovationen

 

Das Diversitätsmanagement selbst kann nun im Rahmen eines übergeordneten Nachhaltigkeits- bzw. CSR-Managementsystems (wie z.B. der ONR 192500 auf Basis der ISO 26000) umgesetzt werden, oder falls ein solches nicht vorhanden ist, auch nach einer eigenen Norm eingeführt werden. Das österreichische Normungsinstitut hat hierzu die ÖNORM S 2501 als zertifizierungsfähige Norm herausgegeben.

 

Auf Internationaler Ebene ist die ISO/DIS 30415 Human resource management — Diversity and inclusion als Entwurf verfügbar. Diese Norm bietet in Bezug auf das Diversitätsmanagement Regelungen zu den allgemeinen Prinzipien , den erforderlichen Funktionen und Verantwortlichkeiten, Identifizierung der gewollten Ergebnisse (z.B. Verbesserung der Produktivität der Mitarbeiter), Rahmenbedingungen zur Ermittlung der erforderlichen Maßnahmen um die gewollten Ergebnisse zu erreichen und zur Messung der Zielerreichung. Dabei wird einem PDCA-Zyklus entsprechend vorgegangen, ähnlich wie in der ISO 9001 für das Qualitätsmanagement. Siehe auch die folgende aus der ISO/DIS 30415 entnommene Grafik:

 

 

Ein Diversitätsmanagementsystem nach der ÖNORM S 2501 beruht auf 6 Kerndimensionen:

 

  1. Alter

  2. Behinderung

  3. Geschlecht

  4. Sexuelle Orientierung

  5. Ethnische Herkunft und Hautfarbe

  6. Religion und Weltanschauung

 

Ergänzend werden noch Sprache, interkulturelle Kompetenz und Work-Life Management als Kriterien der Vielfalt betrachtet.

 

Bei der Einführung des Diversitätsmanagements geht es nun darum

 

  • den Diversitätsgedanken in alle Prozesse des Unternehmen zu verankern,
  • die Gleichbehandlung von allen MitarbeiterInnen unabhängig von Alter, Geschlecht, Nationalität, Religion oder kulturellen Hintergrund sicherzustellen,
  • die Vielfalt als Wettbewerbsvorteil zu begreifen und durch
  • Einbeziehung der externen Stakeholder (Kunden, LIeferanten, Öffentlichkeit) die Marktposition zu verbessern oder sogar neue Marktchancen zu erkennen.

 

Eine Möglichkeit wie Diversität zur Nutzung von neuen Marktchancen genutzt werden kann, haben wir für Sie in dem Praxis Insight Artikel "Breakthrough Innovation", Punkt "Impact Innovation" dargestellt.

 

Haben wir Interesse an diesem Thema geweckt?

Dann würden wir uns über Ihre Kontaktaufnahme unter office@praxis.at sehr freuen.